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Die Kunst des kreativen Lebensmanagements
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ISBN 978-3-8391-8667-1
Neu denken – neu leben
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Warum dem Weltbürger die Zukunft gehört – und wie Sie einer werden
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333 Tage allein durch Afrika
Menschen, die mich beeindruckt haben (1)
Von Andrea (43)
Eigentlich wollte ich Grundschullehrerin werden, bin dann aber in der Touristik gelandet. Natürlich wollte ich irgendwann selbst sehen, was ich so alles im Reisebüro verkaufe, und noch viel mehr, was ich noch nie verkauft habe. Also habe ich immer wieder die Welt bereist, von A(fghanistan) bis Z(aire), mal für drei Monate, mal für ein halbes Jahr. Von meinem bisher größten Abenteuer bin ich im Mai 2010 zurückgekehrt: 333 Tage allein durch Afrika, in klapprigen Bussen, LKWs und per Anhalter. 15 Länder, viele tausend Eindrücke, ungezählte wunderbare Kontakte. Beeindruckt haben mich Menschen wie diese:
Dani (Malawi / Deutschland)
Dani finden ist ganz einfach – in Nkhata Bay immer der Nase nach. Die Deutsche hat mit Sicherheit das einzige thailändische Restaurant (Kaya Papaya) in ganz Malawi. Duftende Curries und super Deserts kreiert sie selbst, für einfachere Gerichte und Getränke gibt's eine Küchenhilfe und einen Barkeeper. Die freie Zeit am Vormittag nach den Frühstücksgästen nutzt Dani, um bei der Organisation CACO mitzuhelfen. CACO ermöglicht Kindern eine Ausbildung und unterstützt den Non-Profit-Shop Mama Malawi, in dem einheimische Frauen lokale Produkte verkaufen.
Brett und Evelyn (Sambia / England)
Leben auf einer Insel, etwa 1,5 km lang, etwa 300 Meter breit - und das mitten im breiten Sambesi-Fluss! Sieht so das Paradies aus? Kerzenschein statt Glühbirne, Open-Air-Dusche statt Klimaanlage, Ruhe statt Handyklingeln, Gemüse aus Eigenanbau statt Konserve. Habe mich hier auf Bovu Island gleich total wohl gefühlt. Und das mit gutem Gewissen, denn es gibt viel zu tun: Brett und Evelyn unterstützen den Aufbau einer Dorfschule am Festland. Die beiden Briten freuen sich auf freiwillige Helfer! Info: www.junglejunction.info
Francesca und Stefano (Malawi / Italien)
Was tun, wenn man mitten im Nationalpark in Sambia ohne fahrbaren Untersatz hängen bleibt? Glück hat, wer Francesca und Stefano kennen lernt. Mit den beiden Italienern sind nicht nur die Fahrten durch den Park gesichert, sondern auch der Transfer zurück aus der Wildnis in die Stadt. Wenn schon eine organisierte Reise durch Afrika, dann so: ein kleiner Truck, naturnahes Reisen, immer Zeit für Begegnungen mit den Einheimischen und superliebenswerte, kundige Reiseleiter. Kontakt: www.africawildtruck.com
Paul (Tansania / England)
Dröhnendes Lachen auf der Dachterrasse meines Hostels in Stonetown / Sansibar. Tja, Paul hört man, bevor man ihn sieht. Sein ansteckendes Lachen ist wohl sein größtes Kapital, gefolgt von seinem unerschütterlichen Optimismus in allen Lebenslagen. Dabei engagiert er sich seit vielen Jahren immer sechs Monate pro Jahr in einem kleinen, anfangs eher hoffnungslos verarmten Dorf im Süden Tansanias. Und heute? Lehrer aus England geben Unterricht, Pumpen werden gebaut, Krankenstationen errichtet und ausgestattet. Paul agiert wie ein Derwisch - alles ist machbar, man muss es nur wollen! Und weil der Rentner aus England damit immer noch nicht ausgelastet ist, spielt er zusätzlich noch den Reiseleiter für seine Halbjahres-Wahlheimat. Kontakt: www.luhimbaproject.org.uk
Eva (Niger / Österreich)
Staubtrockene Luft, wabernde Hitze, bröckelnde Lehmfassaden - das ist Agadez kurz vor dem Sommer. Eva trotzt den hohen Temperaturen genauso wie der Rebellion, den Banditen, dem Ausbleiben von Touristen - und den Fragen, warum sie hier überhaupt noch bleibt. Starrsinn, unverbesserlicher Optimismus? Eher Liebe zur Wüste, zu den Menschen im Norden Nigers, getragen vom Gefühl, hier eine wichtige Aufgabe zu haben. Momentan baut die Österreicherin in ihrer zweiten Heimat Agadez ein Kulturzentrum auf. Schon jetzt treffen sich Menschen aller Berufe und aller Altersgruppen, um mitzuhelfen. Außerdem arbeitet Eva über die Gesellschaft für bedrohte Völker auch noch mit armen Dorffrauen zusammen, bietet für Touristen Ausflüge in die Wüste und ins Gebirge an, organisiert Kurse für angehende Näherinnen und berät bei der Produktion von Ziegenkäse. Info: www.agadezinfo.blogspot.com
Hendrik (Namibia / Deutschland)
Kenia, Südafrika, Namibia - nicht gerade die wildesten Länder Afrikas? Von wegen! Es kommt ganz darauf an, was man tut. Hendrik ist Chirurg, Notfallmediziner, flickt Täter und Opfer aus Messerstechereien oder wilden Schießereien wieder zusammen – und das auch noch unterbezahlt in irgendwelchen staatlichen Kliniken. Oft gibt's gar kein Gehalt. Warum tut er das? Aus grenzenloser Liebe zu Afrika und seinen Menschen. Obwohl er wenig Grund dazu hat. Weil die staatlichen Kliniken so schlecht und unregelmäßig zahlen, jobbt er nebenbei als Barmann und lebt im Zelt. Und den Rest seines Enthusiasmus investiert er in seine eigene, kleine Organisation für HIV-Patienten im ländlichen Namibia und in die Babyklappe, die inzwischen eine Einheimische in Windhoek betreut. Ein Interview von Hendrik Wuebben gibt's auf YouTube.
Übrigens:
Das Reisebüro, in dem ich in Deutschland vor meiner Afrika-Auszeit gearbeitet hatte, gibt es nicht mehr. Deshalb bin ich jetzt offen für Neues. Zu erreichen bin ich per Mail: leavingeurope@yahoo.de.





